Im NutriNet
... arbeiten Personen aus landwirtschaftlicher Praxis, Beratung und Wissenschaft gemeinsam daran, das Nährstoffmanagement im ökologischen Landbau zu verbessern.
Wir führen Feldversuche durch und laden regelmäßig zu öffentlichen Feldtagen ein. Bundesweit sind wir in sechs Regionetzwerken organisiert, die alle eigene Forschungsschwerpunkte haben. Die Ergebnisse unserer Versuche veröffentlichen wir nach und nach auf unserer Website.
Wir veröffentlichen zudem Fachinformationen zum Nährstoffmanagement im ökologischen Landbau und zum Konzept der Praxisforschung.
Eine Übersicht unserer Publikationen finden Sie hier.
Bleiben Sie stets auf dem Laufenden! In unserem Newsletter informieren wir Sie über Neuigkeiten aus dem Projekt.

Kompass Nährstoffmanagement
Der „Kompass Nährstoffmanagement“ ist ein Leitfaden für Beraterinnen und Berater sowie Landwirte und Landwirtinnen, das Nährstoffmanagement auf ihren Betrieben einzuschätzen, Handlungsbedarfe aufzuzeigen und das betriebliche Nährstoffmanagement dadurch zu optimieren. Unterteilt in 10 Zielfelder, wird er nach und nach veröffentlicht.
Das erste Zielfeld zur Optimierung der Stickstofffixierleistung von Leguminosen ist bereits veröffentlicht.
Ohne Nährstoffe geht's nicht
Eine erfolgreiche Pflanzenernährung basiert auf einem ausgewogenen Nährstoffvorrat im Boden. Welche Nährstoffe für den Boden und das Pflanzenwachstum von besonderer Bedeutung sind und was passiert, wenn zu viel oder zu wenig von einem Nährstoff vorhanden ist, erklären wir hier. Neu sind die Beiträge zu den Mikronährstoffen.
Kaliumversorgung verbessern
Gerade im Ökolandbau werden häufig Kulturen wie Kleegras und Kartoffeln angebaut, die dem System viel Kalium entziehen. Um Stoffkreisläufe zu schließen, muss Kalium zurückgeführt werden. Ein gezieltes Kalium-Management trägt dazu bei, Über- und Unterversorgungen mit Kalium zu vermeiden. Dabei spielt der Standort eine entscheidende Rolle.
Phosphorversorgung verbessern
Phosphor ist ein wichtiger Pflanzennährstoff. Ein Mangel an Phosphor kann das Pflanzenwachstum hemmen und zu Ertragsschwankungen führen. Auch die Stickstofffixierleistung bei Futter- und Körnerleguminosen kann durch Phosphormangel reduziert werden. Vor welchen Herausforderungen Biobetriebe in Bezug auf die P-Versorgung ihrer Flächen stehen und welche Maßnahmen sie ergreifen können, um diese zu verbessern, ist Thema dieses Kapitels.
NutriNet-Anwendung zur Nährstoffbilanzierung
Führe ich genügend Nährstoffe zu, um den Entzug durch die Ernte auszugleichen? Wieviel Stickstoff fixiert mein Kleegras? Im Ökolandbau muss die Versorgung von Pflanzen und Böden mit Nährstoffen langfristig geplant werden - die Excel-Anwendung "NutriNet-Nährstoffbilanzierung" hilft dabei. Mit der kostenfreien Anwendung lassen sich Brutto-Schlagbilanzen für Hauptnährstoffe und Spurennährstoffe erstellen. Zudem kann die N-Fixierleistung von Leguminosen standort- und bewirtschaftungsabhängig berechnet werden. Mit Humusbilanzen und der Vergleichsmöglichkeit unterschiedlicher Bewirtschaftungsmaßnahmen bietet NutriNet-Nährstoffbilanzierung weitere nützliche Funktionen.
Bio Bochröder – Technik und Tradition perfekt verknüpfen
Christoph Bochröder ist ein engagierter Demeter-Landwirt, der zusammen mit seinen Brüdern und einem motivierten Mitarbeiterteam den Neuen Hof in Düren bewirtschaftet. Der Hof liegt in der Köln-Aachener Bucht, einer Region, die sich durch ihre fruchtbaren Böden auszeichnet. Zu den Betriebsschwerpunkten zählen Feldgemüsebau, Ackerbau, Legehennen- und Ammenkuhhaltung. Bochröders Erfolgsrezept im Nährstoffmanagement ist die Verknüpfung von Tradition und Technik.

Neu im Video: Drohnensaat bei Zwischenfrüchten
Über zwei Jahre hinweg testeten zehn NutriNet-Betriebe in Baden-Württemberg die Drohnensaat von Zwischenfrüchten in den stehenden Weizenbestand.
In beiden Versuchsjahren (2024 und 2025) wurde die Drohnensaat mit der betriebsüblichen Drillsaat nach Stoppelbearbeitung verglichen.
Im Video gibt Regioberater Peter Hinterstoißer zusammen mit Timo Diebold, Erlenhof, Einblick in Versuchsablauf und Ergebnisse.
Stickstoffeffizienz beim Kleegrasumbruch
Im Rahmen eines NutriNet-Webinars im April 2026 diskutierten August Bruckner, Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde, und Berater Gustav Alvermann Strategien zur Verbesserung der Stickstoffeffizienz beim Kleegrasumbruch. Im Fokus standen sowohl wissenschaftliche Erkenntnisse aus Praxisversuchen als auch langjährige Erfahrungswerte. 70 Personen nahmen an der Online-Veranstaltung teil.
Acker, Büro, unterwegs – Aus dem Alltag der Praxisforschung
Im bundesweiten Praxisforschungsnetzwerk NutriNet arbeiten Landwirt*innen, Berater*innen und Wissenschaftler*innen gemeinsam daran, das Nährstoffmanagement im ökologischen Landbau weiterzuentwickeln. Die Fragestellungen für Praxisversuche entstehen direkt auf den Betrieben bei den beteiligten Landwirt*innen. Nach über sechs Jahren gemeinsamer Arbeit fragen wir uns: Was macht die Praxisforschung aus und welchen Mehrwert bringt sie? Drei Perspektiven aus dem NutriNet.
Potenziale von Biostimulanzien
Biostimulanzien sind natürliche Stoffe oder lebende Mikroorganismen, die Pflanzen widerstandsfähiger gegen Stress machen sollen. Ziel ist es, Ertrag und Qualität der Pflanzen langfristig zu stabilisieren.
Im Rahmen eines NutriNet-Online-Seminars berichteten Prof. Dr. Christel Baum, Universität Rostock, und Hans Schiefereder, Bioland, über aktuelle Forschungsergebnisse und Erfahrungen mit Biostimulanzien – mit besonderem Fokus auf Mikroorganismen.
Positionspapier: Praxisforschung fördern!
Die Landwirtschaft steht vor sehr großen Herausforderungen wie dem Klimawandel und dem Verlust der Biodiversität. Die angewandte Forschung und Praxisforschung gewinnen zunehmend an Bedeutung und können einen wichtigen Beitrag leisten, Lösungen zu finden. In der Förderlandschaft passen die Rahmenbedingungen oft nicht gut zur agilen Arbeitsweise der Praxisforschung. Im Positionspapier beschreibt das NutriNet zusammen mit drei Institutionen, was sich ändern muss. Vierzehn weitere Institutionen haben mitgezeichnet.
NutriNet-Bildungstag:
An Schulen, mit Schulen, für Schulen
Der schulische Bildungstag im NutriNet ist ein Weiterbildungsangebot für landwirtschaftliche Ausbildungsstätten (Berufsschulen, Fachschulen, Meisterschulen). Zu einem unserer vielfältigen fachlichen Themen bieten wir ein Programm, das sich an Schüler*innen und Fachlehrkräfte richtet – mit dem Fokus auf das Nährstoffmanagement im ökologischen Pflanzenbau.
Bleiben Sie stets auf dem Laufenden!
Viermal jährlich versenden wir unseren Newsletter mit neuen Versuchsergebnissen, Fachinformationen zum Nährstoffmanagement und zur Praxisforschung im NutriNet.
Aktuelle NutriNet-Versuchsfragen
Wie können Biolandwirte und -landwirtinnen das Nährstoffmanagement verbessern? Das erproben sie im NutriNet gemeinsam mit Regioberater*innen und direkt auf dem Feld. Dieses Jahr werden einige Praxisversuche aus den letzten Jahren weitergeführt. Außerdem wurden neue Versuchsfragen identifiziert. Welche das sind, erfahren Sie hier.
Neue Erkenntnisse aus Praxisversuchen
Die Auswertung der Praxisversuche, die die Netzwerklandwirt*innen auf ihren Betrieben durchgeführt haben, läuft. Stück für Stück veröffentlichen wir die Erfahrungsberichte und Versuchsergebnisse auf dieser Website. Versuche, zu denen bereits Ergebnisse vorliegen, sind jeweils mit einem grünen Blatt gekennzeichnet. Grundsätzlich ist zu beachten, dass es sich bisher um einjährige Versuche handelt und der Einfluss klimatischer Faktoren entsprechend groß sein kann. Einige Versuche werden in diesem Jahr wiederholt, um diese Effekte zu reduzieren.
Planung und Anlage von Praxisversuchen
Sie haben Ideen für die Weiterentwicklung Ihres Betriebes, wollen diese aber zunächst auf einer kleinen Fläche testen? Dann legen Sie einen Praxisversuch an!
Damit Praxisversuche zu aussagekräftigen Ergebnissen führen, ist es wichtig, einige Grundregeln der Versuchsanstellung einzuhalten. Welche das sind und wie Sie Schritt für Schritt von der Versuchsfrage zu einer konkreten Versuchsanlage kommen, erläutern wir in dieser Kurzanleitung.
Versuchstypen und Grundbegriffe
Landwirt*innen, die Praxisversuche anlegen wollen, können je nach Fragestellung und Zielsetzung zwischen unterschiedlichen Versuchstypen auswählen. Diese unterscheiden sich in Arbeitsaufwand und Aussagegenauigkeit. Hier beschreiben wir, welche Versuchstypen im NutriNet zum Einsatz kommen, und erläutern einige Grundbegriffe der Versuchsanstellung.
Verteilung der Regiobetriebe in Deutschland
Herzstück des NutriNet-Projekts zur Verbesserung des Nährstoffmanagements sind sechs Regionetzwerke mit je zehn Betrieben. Wo die Regiobetriebe der einzelnen Regionetzwerke liegen, können Sie auf der Netzwerkkarte sehen. Anhand der Farben lässt sich zuordnen, zu welchem Regionetzwerk ein Betrieb gehört.
Die sechs Regionetzwerke stellen sich vor
In sechs Regionetzwerken untersuchen je zehn Landwirtinnen und Landwirte im Rahmen von Praxisforschungsversuchen, wie sie das Nährstoffmanagement auf ihren Betrieben weiterentwickeln können. Jedes Netzwerk hat eigene Schwerpunkte - je nach den regionalen Herausforderungen.

















