Luzerne-Kleegras erfolgreich umbrechen

Kleegras ist der Motor der Ökofruchtfolge. Aber wie kann ich es am besten managen? Antworten auf diese Frage gab ein viel beachteter Feldtag, der am 29. September 2020 auf dem NutriNet-Netzwerkbetrieb von Anton Beyer in Oberfranken stattfand.

Professor Knut Schmidtke, Direktor für Forschung, Extension & Innovation am FiBL Schweiz, stellte zunächst in einem Vortrag acker- und pflanzenbauliche Herausforderungen und Ziele vor, die mit einem fachgerechten Umbruch und Einsatz verschiedener Geräte erreicht werden sollen. Anschließend wurden neun verschiedene Bodenbearbeitungsgeräte - von Schälpflug und Scheibenegge über Samurai-Kreiselegge bis hin zu Gänsefuß-Schargrubber - von den Maschinenherstellern vorgestellt und ihre Arbeitsergebnisse von dem Experten unter Praxisbedingungen beurteilt.

Regioberater Johannes Weiß und Landwirt Anton Beyer stellten die Bedingungen auf dem Betrieb und den Praxisversuch im Projekt vor. Um eine mögliche Auswaschung zu überprüfen, wird jeweils vor dem Umbruch, vor dem Winter und nach dem Winter von jeder Parzelle der Nmin-Gehalt gemessen. Mit diesen Bonituren kann der Landwirt nachvollziehen, wieviel Stickstoff durch den Umbruch mineralisiert wurde und wieviel davon vom anschließend gesäten Winterweizen aufgenommen oder über den Winter in tiefere Bodenschichten verlagert wird. Im Frühjahr 2021 überprüfen die Mitarbeitenden dann die Anzahl durchgewachsener Luzernepflanzen und ermitteln im Sommer den Weizenertrag pro Parzelle.

Der Verlauf des Feldtages ist in einem Video und in einem Artikel der Naturland Nachrichten anschaulich zusammengefasst.

Der Feldtag in Bildern

Die verschiedenen Möglichkeiten des Kleegrasumbruchs haben alle ihre Vor- und Nachteile. Foto: Kuno Seebaß

Professor Knut Schmidtke erklärt die Ergebnisse der verschiedenen Geräte. Foto: Kuno Seebaß

Von großer Bedeutung ist auch die jeweilige Einstellung. Beim Schälpflug beispielsweise nicht zu tief. Foto: Kuno Seebaß

Interessant für die Besucherinnen und Besucher des Feldtags: Sie können sich viele Alternativen anschauen. Foto: Kuno Seebaß

Der Versuchsaufbau bei Anton Beyer. Grafik: N-Komm

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Letztes Update dieser Seite: 14.05.2024