Arbeitspakete

Das NutriNet-Projekt gliedert sich in sieben Arbeitspakete (AP). Innerhalb des Projekts gibt es vier Arbeitsgemeinschaften (AG), die sich vertieft mit spezifischen Fragestellungen befassen.

AP 1: Netzwerkkoordination 

Das AP 1 umfasst die Gesamtkoordination des Projektes. Dazu gehört sowohl die Koordination der verschiedenen internen Arbeitspakete und Arbeitsgruppen als auch die Gestaltung der Schnittstellen nach außen (Runde Tische, Beirat). Auch die Öffentlichkeitsarbeit wird vom AP 1 gemeinsam mit dem AP 7 umgesetzt.
Über die AG Verstetigungskonzept wird zu Projektende ein Konzept zum Verstetigen der im Konsortium entwickelten Strukturen und Instrumente unter Mitarbeit aller Arbeitspakete entwickelt.  

Ansprechpartnerin: Leonie Höber, Bioland Beratung GmbH 

AP 2: Erfassung, Charakterisierung und Definition vorhandener Strategien zum Nährstoffmanagement sowie Erfassung entsprechender Erfolgsparameter 

Im AP 2 werden ein Konzept zur Charakterisierung und Bewertung von Strategien zum Nährstoffmanagement entwickelt und entsprechende Erhebungsparameter definiert. Dies dient zunächst der Erfassung der praktizierten Strategien zum Nährstoffmanagement auf den teilnehmenden Betrieben sowie der Planung von Versuchen in AP 4. Im weiteren Verlauf werden exemplarische Strategien zum Nährstoffmanagement charakterisiert, definiert und bewertet. 
Über die AG Kriterienentwicklung werden die beschreibenden Merkmale und Bewertungsparameter der Strategien sowie auch die Bewertungen der Strategien selbst mit AP 1, 4, 5 und 6 abgestimmt. 

Ansprechpartnerin: Dr. Susanne Fittje, Öko-Beratungs-Gesellschaft mbH (Naturland)

AP 3: Bedarfserhebung und Identifikation von Ansätzen zur Weiterentwicklung des Nährstoffmanagements im ökologischen Landbau  

Über das AP 3 werden Forschungs-, Entwicklungs- und Beratungsbedarfe identifiziert. Dafür wird zunächst der Status quo in der Forschung, also der Stand des Wissens hinsichtlich der Strategien zum Nährstoffmanagement, erfasst. Dieser wird anschließend den in AP 2 identifizierten Schwachstellen bei etablierten Strategien gegenübergestellt. So lässt sich feststellen, ob es für in der Praxis auftretende Schwachstellen bereits Lösungsansätze aus der Forschung gibt oder ob Forschungsbedarf besteht. Die Ergebnisse fließen in die Priorisierung der weiterzuentwickelnden Strategieansätze ein. 

Ansprechpartner: Alexander Watzka, Bioland Beratung GmbH 

AP 4: Entwicklung und Erprobung von Strategien zum Nährstoffmanagement  

Der Fokus des AP 4 liegt auf der Umsetzung und Bewertung von Optimierungsstrategien in sechs Regionetzwerken sowie auf der fortlaufenden Anpassung der Strategien an die Ergebnisse der Evaluation. Dabei werden auch Erkenntnisse aus parallel laufenden Forschungs- & Entwicklungsprojekten (F&E-Projekten) berücksichtigt. Mit einem Gruppenberatungsansatz legen die Betriebsleiter*innen gemeinsam mit den Regioberater*innen des jeweiligen Regionetzwerkes die konkreten Themen fest und planen gemeinsam Praxisforschungsversuche. Bei den Strategien werden sowohl die betriebliche als auch die überbetriebliche und regionale Ebene betrachtet, wobei der Schwerpunkt auf Strategien zur Verbesserung der Stickstoffversorgung liegt.

Ansprechpartner: Alexander Watzka, Bioland Beratung GmbH



AP 5: Weiterentwicklungen und Erprobung von Praxisforschungsformaten  

Das AP 5 widmet sich der Weiterentwicklung von Versuchsformaten und Auswertungsmethoden, die sowohl valide Aussagen liefern, als auch unter Praxisbedingungen tatsächlich umsetzbar sind. Dazu wird zunächst eine Status-quo-Erhebung und Dokumentation von Praxisforschungsformaten durchgeführt. Zudem werden Kriterien für die Weiterentwicklung von Praxisforschungsformaten und -methoden entwickelt. Das AP 5 begleitet die Erprobung und Weiterentwicklung der Praxisforschungsformate im AP 4 und stellt entsprechende Anleitungen bereit. Die Gruppenberatung in Form des sogenannten Field School-Ansatzes wird als Element der Praxisforschung ebenfalls weiterentwickelt.  
In der AG Praxisforschungsmethoden werden die Zwischenergebnisse dieses Arbeitspakets vorgestelltund mit den Regioberater*innen und der Beratungskoordination diskutiert.

Ansprechpartnerin: Corinna Nieland, Demeter e.V.

AP 6: Entwicklung eines Datenmanagement-Systems zur Erfolgskontrolle des Nährstoffmanagements  

Ziel des AP 6 ist die Entwicklung eines Datenmanagementsystems als Onlineanwendung, das die Datenerhebung, die Datenspeicherung sowie die Datenauswertung im Projekt unterstützt. Die Software dient der Speicherung von schlagbezogenen und betrieblichen Daten zum Nährstoffmanagement, ermöglicht die Dateneingabe und liefert über Auswertungsroutinen Hinweise zu geeigneten Strategien auf Schlag- und Betriebsebene sowie im überbetrieblichen Kontext. Weiterhin soll daraus ein für Berater*innen und Landwirt*innen einfach zu bedienendes System entstehen, das mit geringem Aufwand zu relevanten und anschaulichen Ergebnissen führt. Hierbei sollen insbesondere grafische Darstellungen unterstützen.  
Über die AG Datenmanagement wird die Ausrichtung und Gestaltung des Datenmanagementsystems sowie des projektinternen Datenmanagements mit AP 1, 2, 4 und 5 abgestimmt.

Ansprechpartner: Hannes Schulz, Kuratorium für Technik und Bauwesen (KTBL)

AP 7: Wissenstransfer  

AP 7 koordiniert den Wissenstransfer im NutriNet-Projekt. Vorhandenes und im Projekt gewonnenes Wissen wird gesammelt, gebündelt und so aufbereitet, dass es allen Interessierten zur Verfügung steht. Neben der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit sowie der Unterstützung der Projektkoordinatorin im Vorfeld von Veranstaltungen liegt der Schwerpunkt auf Aufbau, Pflege und Weiterentwicklung einer Website zum Nährstoffmanagement und zur Praxisforschung im ökologischen Landbau. Im weiteren Projektverlauf entstehen Wissenskommunikationsmaterialien für die Beratung und die Praxis sowie für Berufs- und Fachschulen. 

Ansprechpartnerin: Julia Meier, FiBL Projekte GmbH

Ansprechpartnerin

Leonie Höber
Projektkoordinatorin

Tel. +49 6131 23979-29
leonie.hoeber(at)bioland.de

Weitere Informationen

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NutriNet-Projektbeschreibung

Hier ziehen alle an einem Strang: In dem auf fünf Jahre angelegten, bundesweiten NutriNet-Projekt widmen sich Praktiker*innen, Berater*innen und Wissenschaftler*innen gemeinsam der Frage, wie sich das Nährstoffmanagement im ökologischen Landbau verbessern lässt.

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